Ripples Januar 2013

January 14th, 2013

DDAA – Pourriture Cubique
John Avery – Jessica In The Room Of Lights
Ruth & Mushy – Far From Paradise
Mushy – Breathless
Thierry Müller / Aaron Moore – Today Is Yesterday’s Tomorrow

Dass sich die drei Mitglieder von Déficit Des Années Antérieures bzw. DDAAJean-Luc André, Sylvie Martimeau-Fée, Jean-Philippe Fée bzw. JLA, SMF, JPF – in erster Linie als plastische Künstler, auch hinsichtlich ihres Wirkens als Musiker, verstehen, ist kein Widerspruch. Die Musik des Künstlerkollektivs, dass sich an der Akademie in Caen Ende der 1970er kennenlernte, vereint deren unterschiedlichen Vorlieben und Ideen aus Kunst, Literatur und Klangskulpturen. Über einen Improvisationsprozess modellieren sie dann diese so minimalistischen wie dichten Klanghörspiele zur unverkennbaren Marke DDAA.

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Ripples Oktober 2012

October 16th, 2012

Go Kart Mozart – On The Hot Dog Streets

Malka Spigel – Every Day Is Like The First Day

Ob Pulp die letzte letzte klassische Art School – Band war, die der Arbeiterklasse entsprang und noch etwas Relevantes zu sagen hatte, wie der Architekturkritiker Owen Hatherley in seiner liebenswert unprätensiösen Hommage Uncommon  (Zero Books ) behauptet, ist vielleicht nur der Affinität des Autors geschuldet, aber unbezweifelbar schrieb Jarvis Cocker , insbesondere auf  His ‘N’ Hers und Different Class noch über  komplexe Themen (Klassensystem, Geschlechterkampf, Acrylhemden… ).

gokart

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Ripples September 2012

September 5th, 2012

Gareth Williams & Mary Currie – Flaming Tunes
Das in der Mitte der Achziger Jahre im Londoner Untergrund und darüber hinaus kursierende Album Flaming Tunes von Gareth Williams und Mary Currie, das ursprünglich auf Kassette veröffentlich wurde und nun, nach einer CD-Version 2009 erstmals auf Vinyl erhältlich ist, steht exemplarisch für den Umbruch von der wütenden bis unterkühlten Ästhetik der politisch motivierten Punk/New Wave-Szene hin zu einer introspektiveren und persönlicheren Ausrichtung.

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Philip Jeck – Live in Liverpool
The Caretaker- Patience (After Sebald)
Richard Skelton – Verse Of Birds
Ela Orleans – Mars Is Heaven/Live
U.S. Girls – On Kraak/Live

Literarisch ist die Technik der Überlagerung von Fiktion und Realität gängiges Stilmittel, in die auch die naturwissenschaftlichen und metaphysischen Aspekte des Zusammenhangs von Erinnerung, Gedächtnis und Amnesie – wie z.B. von W.G. Sebald zur Meisterschaft gebracht – relevantes Gewicht haben können.
Wohl bedingt durch die mittlerweile unfassbar großen Tonarchive, die durch die neuen Speichermedien in den letzten Jahrzehnten entstanden und den scheinbar uneingeschränkten Zugang zu diesen Datenmengen, ist in der abstrakten Musik ein Subgenre gesprossen, dass sich an die schriftstellerischen Techniken anlehnt und biographisches und erfundenes Material/Quellen mischt und etwas Drittes generiert.
Philip Jeck war einer der Ersten, der das Thema (kulturelles) Gedächtnis in den Mittelpunkt seines musikalischen Oeuvres stellte.

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Ripples Juli 2012

July 15th, 2012

Amélia Muge & Michales Loukovikas –
Periplus Deambulações Luso-Gregas

Griechenlands hochgelobte junge Filmgarde mischt gerade die Off-Kinoszene mit intellektuell-experimentellen Werken auf, die lakonisch ein zerrüttetes Weltbild zeichnen. Portugals Regisseure räumen ebenfalls Preise an internationalen Festivals ab, für Filme, die gleichsam etwas bemüht als Spiegelbild der derzeitigen Gemütslage des Landes interpretiert werden. Auf dem Gebiet des Musikalischen lernten sich die in Mosambik geborende Portugiesin Amélia Muge und der Grieche Michales Loukovikas zwar auch als Seelenverwandte, aber vor allem auf künstlerischem Gebiet, kennen und fanden zu einer raren portugiesisch-griechischen Zusammenarbeit zusammen.

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