Ripples January 2018

January 16th, 2018

Gilroy Mere – The Green Line
The Hardy Tree – Through Passages Of Time
Jon Brooks – Autres Directions

 

Das London, das man noch in den 1980ern als eine heterogene architektonische Mischung aus viktorianischen Prachtbauten, typischen Reihenhaussiedlungen, brutalistischen Nachkriegs-Towerblocks und urbanen Brachflächen – die Hinterlassenschaft der Bombenangriffe aus dem Zweiten Weltkrieg oder später aufgrund Verwahrlosung entstanden – kannte, ist längst passé.
Fragmentarisch und widersprüchlich wirkte die Stadt damals an vielen Ecken; ein Moloch, der noch Platz ließ für andere Lebensweisen als der kapitalistischen. Squatting ist kein Thema mehr in London, Obdachlosigkeit aber mehr denn je; die Kreativität wird beinahe ausschließlich dafür aufgewendet, einen bezahlbaren Wohnraum zu finden und die Lösung ist oftmals die, dass man sich zu Dritt eine 1-Zimmer-Wohnung teilt und in Schichten schläft. Die Halb-Wildnis des East Ends oder South Londons wurde unter dem Deckmantel von Urban Regeneration Schemes in eine von Luxuswohnungen und Malls verwandelt. Das sind alles keine Neuigkeiten, banale Fakten.

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Ripples März 2013

March 16th, 2013

Charles Vaughan – Haunted Woodland Volume Three
Jon Brooks – Shapwick
Wayside & Woodland, ein Label aus Staffordshire, das von dort ansässigen Künstlern betrieben wird, operiert mit CD-R’s und Schallplatten in Auflagen, die sich an einer Hand abzählen lassen. Die musikalischen Interessen von epic 45, E.I., Heath, My Autumn Empire, The Toy Library, P Manasich und Charles Vaughan kann man ungeniert den Genres Post-Rock, Avant-Folk, Field Recordings und Ambient zurechnen. Wer sich hinter dem Künstlernamen Charles Vaughan verbirgt, weiß man nicht nicht wirklich, sein Album ist aber das inzwischen dritte der Haunted Woodland-Serie des Labels und herausragend.

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