{"id":4700,"date":"2026-01-07T10:27:40","date_gmt":"2026-01-07T09:27:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/?p=4700"},"modified":"2026-01-13T21:24:08","modified_gmt":"2026-01-13T20:24:08","slug":"ripples-2025-revisited","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/ripples-2025-revisited\/","title":{"rendered":"Ripples 2025 revisited"},"content":{"rendered":"<h2><span style=\"color: #00ff00;\"><strong>Xexa &#8211; Kissom<\/strong><\/span><\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4714\" src=\"https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/XEXA-Sincopes-MP-Imagem-principal-de-evento-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"338\" srcset=\"https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/XEXA-Sincopes-MP-Imagem-principal-de-evento-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/XEXA-Sincopes-MP-Imagem-principal-de-evento-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/XEXA-Sincopes-MP-Imagem-principal-de-evento-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/XEXA-Sincopes-MP-Imagem-principal-de-evento-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/XEXA-Sincopes-MP-Imagem-principal-de-evento.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Seit der Er\u00f6ffnung im Jahre 2001 ist <strong>Flur<\/strong> uneingeschr\u00e4nkt der beste Schallplattenladen in Lissabon f\u00fcr alle Musik abseits des Mainstreams. Zuerst unweit des Bahnhofs Santa Apollonia beheimatet, zog das Ladengesch\u00e4ft vor einigen Jahren in den Rundbau der Markthalle des Arroios-Quatiers. Eigentlich ein klassischer Stadtteil der Mittelklasse, wo nun nat\u00fcrlich wie beinahe \u00fcberall in der Stadt der Verdr\u00e4ngunsdruck durch die Gentifizierung stark gesp\u00fcrt wird. Die Crew von <strong>Flur<\/strong> ist selbstredend intensiv mit den verschiedenen experimentellen Szenen vernetzt, betreibt nicht zuletzt auch noch zwei wegweisende Labels: <strong>Holuzuam<\/strong> widmet sich neuen und verschollenen oder nicht mehr erh\u00e4ltllichen Juwelen der Avantgarde; <strong>Pr\u00edncipe<\/strong> der experimenteller Dance Music, deren Protagonisten oft aus der quicklebendigen lusoafrikanischen Szene Lissabons stammen.<br \/>\n<strong>Xexa<\/strong> aka <strong>Vanessa Oliveira<\/strong>, Portugiesin mit S\u00e3o Tomesischen Wuzeln, ver\u00f6ffentlicht nun nach ihrem Debut <em>Vibra\u00e7\u00f5es de Prata<\/em> (2023) auch den Nachfolger <em>Kissom<\/em> auf <strong>Pr\u00edncipe<\/strong>.<br \/>\nBeide Alben klingen f\u00fcr das Labelraster ziemlich ungew\u00f6hnlich, spielen bei den Kompositionen zwar Rhythmen eine zentrale Rolle, aber meist in abstrakter Form, sodass sie f\u00fcr den Tanzboden-Gebrauch eher ungeeignet scheinen. <strong>Xexa<\/strong> wuchs in der Peripherie Lissabons in einer musikalischen Familie auf, begeisterte sich selbst fr\u00fch f\u00fcr alles T\u00f6nende. Die Musik, die zum Teil zuhause bei Festen gespielt wurde und die sie mit neun, zehn Jahren schon nebenbei mitbekam wie <strong>DJ Nervoso<\/strong> oder <strong>DJ Marfox<\/strong>, ohne genau zu wissen, was sie da eigentlich h\u00f6rte, begegnete ihr wieder als sie mit <strong>Pr\u00edncipe<\/strong> in Kontakt kam und bemerkte, dass diese auf dem Label erschienen waren. Wichtig f\u00fcr <strong>Xexas<\/strong> zuk\u00fcnftigen musikalischen Werdegang waren dann auch Kurse am Konservatorium der Sociedade Euterpe bei Vila Franca de Xira, auch um zu merken, dass das klassische Musikstudium nicht das ihre ist. Online suchte sie dann nach der besten Schule f\u00fcr elektronische Musik, wurde in London f\u00fcndig und an der Guildhall aufgenommen, wo sie vier Jahre in Sonic Arts ausgebildet wurde.<br \/>\nDie zw\u00f6lf Songs von <em>Vibra\u00e7\u00f5es de Prata<\/em> lassen sich dann auch wie eine Art R\u00fcckblick auf diese Zeit h\u00f6ren. Die ruhige, puzzleartig zusammengesetzt wirkenden Musik aus Stimme, Synthesizern, Klarinette oder Piano ist in ein elektro-akustisches Gewand gebettet und bleibt auf sympathische Weise r\u00e4tselhaft.<br \/>\n<em>Kissom<\/em> ist die logische Weiterentwicklung des Erstlings und ein hervorragendes elektronisches Album, auf dem wiederum zahlreiche Einfl\u00fcsse miteinander verwoben sind und sich pers\u00f6nliche Erlebnisse in abstrakter oder poetisch verschwurbelter Form finden. Synthetisch und organisch zugleich kann man hinter dem Vorhang von geschredderten Synthesizer-Sound-Splittern, dem verblassten Nachhall eines Kizomba-Liedes und dem \u00e4therischen Gesang <strong>Xexas<\/strong> der Fantasie freien Lauf lassen und versuchen die musikalischen R\u00e4tsel zu l\u00f6sen : K\u00fcsse den Klang (Kissom)! soll das Motto sein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.principediscos.bandcamp.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pr\u00edncipe<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span style=\"color: #00ff00;\"><strong>Sei Miguel (1961 &#8211; 2025)<\/strong><\/span><\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4711\" src=\"https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/sei-miguel-300x150.webp\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/sei-miguel-300x150.webp 300w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/sei-miguel-1024x512.webp 1024w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/sei-miguel-768x384.webp 768w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/sei-miguel-1536x768.webp 1536w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/sei-miguel.webp 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Der k\u00fcrzlich verstorbene portugiesische Komponist und Trompeter <strong>Sei Miguel<\/strong> blieb in der experimentellen Musiklandschaft zwar immer ein Geheimtipp, hatte aber nichtsdestotrotz einen pr\u00e4genden Einfluss auf mehrere Generationen von Musiker und Genres. Eine progressiv verlaufende Muskelerkrankung verunm\u00f6glichte ihm zuletzt das Spielen der Taschentrompete; seinem bevorzugten Instrument. Bei seinen letzten Auftritten &#8211; zusammen mit <strong>Fala Mariam<\/strong> und <strong>Daniel Levi<\/strong> &#8211; spielte er Perkussion.<br \/>\n<strong>Sei Miguels<\/strong> Vita ist nicht un\u00e4hnlich anderer portugiesischer Familien, die w\u00e4hrend den langen bleiernden Jahren der Salazar-Diktatur das Weite suchten. Geboren in Paris verbrachte er die Kindheit in Brasilien, entwickelte seine Begabung f\u00fcr das Zeichnen und Illustrieren, was sp\u00e4ter, nachdem er zuerst nach Paris zur\u00fcckkehrte und dann nach Lissabon \u00fcbersiedelte, auch sein wichtigster Broterwerb wurde. Seine Art Musik zu spielen passt irgendwie dazu. Gestalterisch suchte er in seinen Kompositionen die totale Stille, Melodie und Erz\u00e4hlerisches zu vereinen. Zug\u00e4nglich und abstrakt zugleich treffen sich <strong>Chat Baker<\/strong> und <strong>John Cage,<\/strong> zwei seiner Vorbilder, zum vision\u00e4ren Stelldichein. <strong>Sei Miguels<\/strong> ungew\u00f6hnliche Musik der konsequenten Strenge, sehr viel Raum und Freiheit; nicht Jazz, nicht Neue Musik, schon gar nicht Rock, interessierte naturgem\u00e4\u00df nur eine kleine, aber treue, Minderheit. Schon 1988 gewann <strong>Jo\u00e3o Peste<\/strong>, Mastermind der legend\u00e4ren Pop Dell\u2019Arte, Sei Miguel<br \/>\nf\u00fcr eine Ver\u00f6ffentlichung auf seinem leider kurzlebigen Label Ama Romanta; das alles, was damals als Geheimtipp in der musikalischen Subkulturlandschaft Portugals gehandelt wurde, versuchte zu promoten.<br \/>\nManche brachten es wie Anamar, Telectu oder Nuno Rebelo dann sp\u00e4ter tats\u00e4chlich zu hochkulturellem Ruhm. Sei Miguel ver\u00f6ffentlichte in gro\u00dfen zeitlichen Abst\u00e4nden, aber kontinuierlich seine Musik, begleitet von den wichtigsten Musikern der lebendigen Lissaboner Jazzszene wie Rodrigo Amado, Pedro Louren\u00e7o, Margarida Garcia, C\u00e9sar Burago, Rafael Toral, Manuel Mota und als treueste Weggef\u00e4hrtin, die Posaunistin Fala Mariam.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span style=\"color: #00ff00;\"><strong>Half Asleep &#8211; The Minute Hours \/ Les Heures Secondes<\/strong><\/span><\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4702\" src=\"https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/half-asleep-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/half-asleep-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/half-asleep-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/half-asleep.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Val\u00e9rie Leclerqu meldet sich nach langer Ver\u00f6ffentlichungs &#8211; nicht Schaffens &#8211; Pause mit einem neuen Album ihres Langzeitprojekts <strong>Half Asleep<\/strong> , diesesmal f\u00fcr das Lausanner Label three:four, zur\u00fcck. Die miteinander eng vernetzte musikalische Au\u00dfenseiterkulturszene von Br\u00fcssel und Paris sorgt auch auf dem gewohnt ambitionierten <em>Les Heures Secondes<\/em>, vor allem mit Chor &#8211; und Streicher-Arrangements, f\u00fcr die Spannbreite der, teils obskuren, Einfl\u00fcsse und Quellen bei. Weltabgewandt und melancholisch waren ihre Songs immer schon, die fr\u00fcheren Anleihen von Slowcore-Bands wie Slint oder Low sind aber schon lange zugunsten purer Poesie und gewagter Stilwechsel gewichen. Emily Dickinson trifft auf auf mittelalterliche Mystik und karge zeitgen\u00f6ssische Avantgarde. Die Dramaturgie von experimenteller Musik, ein ironischer Seitenhieb auf die verknorzt akademische Theaterszene, Sprechgesang mit Free Jazz &#8211; Anleihen unterlegt lassen an \u201cRock In Opposition\u201d &#8211; Bands wie Etron Fou oder Aksak Maboul denken; federleichte Folksongs und die Sch\u00f6nheit von klassischen Gitarren &#8211; und Pianominiaturen gehen dann wieder in eine ganz andere Richtung und machen <em>Les Heures Secondes<\/em> in seiner Vielfalt zu einem au\u00dferordentlichem abwechslungsreichen Album im Kosmos unterschiedlichsten Melancholieschattierungen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/wearethreefour.bandcamp.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">three:four records<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong><span style=\"color: #00ff00;\">Milan W. &#8211; Leave Another Day<\/span><\/strong><\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4701\" src=\"https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/milan-w.-leave-another-day-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/milan-w.-leave-another-day-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/milan-w.-leave-another-day-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/milan-w.-leave-another-day.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Vielleicht kennt man den Antwerpener <strong>Milan W.<\/strong> eher als Tausendsassa aus der Welt der elektronischen Instrumentalmusik und als Produzent; <em>Leave Another Day<\/em> ist dagegen ein fast schon klassisches Songwriteralbum und nicht weniger als ein kleiner Geniestreich. Die zw\u00f6lf Songs drehen sich &#8211; auch ganz klassisches Thema- um die Irrungen und Wirrungen einer schmerzhaften amour\u00f6sen Beziehung. <strong>Milan M.<\/strong> ist ein Meister der Arrangements und Dramaturgie. Die Musik atmet mehr als einen Hauch Post-Punk-Spirit der \u00e4therischen Art. Bands wie Felt oder Blue Orchids kommen einem in den Sinn, sophisticated und sympathisch neben der (Szenen-) Spur. <em>Leave Another Day<\/em> zelebriert die Atmosph\u00e4re eines alleine verbrachten regenverhangenen Tages, indem Melancholie und Aufbruchstimmung Hand in Hand gehen k\u00f6nnen. Ganz nebenbei setzen sich die zw\u00f6lf Songs als subtile Ohrw\u00fcrmer im musikalischen Ged\u00e4chtnis fest. Normalerweise spielt Milan W. auf seinen Produktionen beinahe alles selbst; hier bekommt er Unterst\u00fctzung von Martha Maieu (Vocals), Anse Kuyl (Oboe) und Michael Lamiroy (Violin), was der Musik eine zus\u00e4tzliche Facette gibt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.stroomtv.bandcamp.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">stroom records<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span style=\"color: #00ff00;\"><strong>Stuart Moxham &#8211; Winter Sun<\/strong><\/span><\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4704\" src=\"https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/stuart-moxham-winter-sun-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/stuart-moxham-winter-sun-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/stuart-moxham-winter-sun-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/stuart-moxham-winter-sun.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr einen begnadeten Songwriter wie <strong>Stuart Moxham<\/strong> muss die Last der Vergangenheit manchmal wohl ziemlich erdr\u00fcckend sein. Unweigerlich wird bei der Erw\u00e4hnung seines Namens das 1980 erschienene einzige Album seiner damaligen, kurzlebigen Band <strong>Young Marble Giants<\/strong> als Vergleich herangezogen.<br \/>\n<em>Colossal Youth<\/em> war zweifelsohne ein singul\u00e4rer Geniestreich; ein Album, das bis heute als Blaupause f\u00fcr nicht wenige andere neugegr\u00fcndete Bands herh\u00e4lt. Doch seitdem ist viel geschehen und mit <strong>The Gist<\/strong> (Embrace The Herd) und seinen, zugegeben nur sporadisch ver\u00f6ffentlichten Solo-Alben blieb <strong>Stuart Moxham<\/strong> immer eine Referenz. Die ebenfalls auf Tiny Global erschienene Zusammenstellung mit fr\u00fcheren, unver\u00f6ffentlichten Songs Fabsstract, die zwei mit <strong>Louis Philippe<\/strong> eingespielten Alben oder Fine Tuning bezeugen sein ungebrochenes Talent zeitlose sophisticated Songs zu schreiben, die im Ged\u00e4chtnis bleiben.<br \/>\nDer Albumtitel <em>Winter Sun<\/em> spiegelt die Stimmung der Musik\u00a0 auf perfekte Weise. Die Songs wurdern im Headquarter von Tiny Global Productions in Spanien mit dem Produzenten und Musiker <strong>Dave Trumfio<\/strong> (American Music Club), seinem Bruder <strong>Drew<\/strong> und <strong>Aaron Bakker<\/strong> aufgenommen. Diverse Unterbr\u00fcche aufgrund gesundheitlicher Probleme (ja, die Punk-Generation ist nun in diesem Alter) taten dem Eindruck eines ausgefeilten, einheitlichen Albums keinen Abbruch. Die Produktion klingt demzufolge ein wenig weniger Low-Fi-ig und eine Spur abgerundeter als gew\u00f6hnlich, trotzdem l\u00e4uft <strong>Stuart Moxham<\/strong> keine Gefahr, seinen Ruf als gro\u00dfes Talent, das zeitlebens unter dem Radar der \u00d6ffentlichkeit geblieben ist, zu verlieren. Mit zum Beispiel Cottonmill Lane, A Different Day, State of Penitentiary oder Before We Prayed finden sich auf Winter Sun wieder diese spartanischen, eleganten Songs, die man nach ein paar Mal h\u00f6ren nicht mehr vergisst. <strong>Stuart Moxham<\/strong> war laut einem Statement von der letztlich f\u00fcr seinen Geschmack zu perfekten Version des Albums zuerst etwas irritiert; die Rohversionen der Songs gibt es als Vergleich beim Erwerb des Albums beim Label als Bonus.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.tinyglobalproductions.bandcamp.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">tiny global productions<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Xexa &#8211; Kissom Seit der Er\u00f6ffnung im Jahre 2001 ist Flur uneingeschr\u00e4nkt der beste Schallplattenladen in Lissabon f\u00fcr alle Musik abseits des Mainstreams. Zuerst unweit des Bahnhofs Santa Apollonia beheimatet, zog das Ladengesch\u00e4ft vor einigen Jahren in den Rundbau der Markthalle des Arroios-Quatiers. 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