{"id":2961,"date":"2017-04-03T10:31:52","date_gmt":"2017-04-03T09:31:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/?p=2961"},"modified":"2017-04-03T11:37:26","modified_gmt":"2017-04-03T10:37:26","slug":"ripples-april-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/ripples-april-2017\/","title":{"rendered":"Ripples April 2017"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #00ff00;\"><em><strong>Kraak Festival Bruxelles 2017<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/kraak.400x400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-2965\" src=\"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/kraak.400x400-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Kraak: Den belgischen Spezialisten f\u00fcr alles, was kulturell \u201coffstream\u201d anzusiedeln ist, gelingt seit Jahren das eigentlich schwer vorstellbare Jonglieren mit unterschiedlichen musikalischen Avantgardedisziplinen und Mikroszenen. Mit der seltsam-sch\u00f6nen Musik von z.B.\u00a0 <em>Calhau!<\/em>, <em>Sea Urchin<\/em> oder <em>Typhonian Highlife<\/em> war 2016 wieder ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Labeljahr gewesen. Und 2017 verspricht \u00e4hnlich aufregend zu werden. Die Zeitschrift <em>The Avant Guardian<\/em> kann sich mit seinen Themenschwerpunkten und exklusiven, anderswo nicht zu findenden Interviews mehr als sehen lassen und das au\u00dfergew\u00f6hnliche Konzertprogramm, f\u00fcr das sich Kraak in verschiedenen belgischen St\u00e4dten verantwortlich zeichnet, sucht seinesgleichen.<br \/>\nH\u00f6hepunkt der konzertanen Aktivit\u00e4ten ist ohne Zweifel das j\u00e4hrliche Festival, das nun seinen Platz im Beursschouburg, dem Theater an der B\u00f6rse, inmitten in der ansonsten immer noch erstaunlich untrendigen, verwitterten Innenstadt, in der trotz erh\u00f6hten Sicherheitsbedingungen mit Stra\u00dfensperren und massiver Milit\u00e4rpr\u00e4senz, sich abends alle Schichten und Szenen zum Ausgehen treffen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nVielleicht zweihundert Zuschauer und der Gounden Zaal des alten Theaters ist gut gef\u00fcllt. Wie auch schon in den vergangenen Jahren ist das Festival am Haupttag ausverkauft. Und das hat auch damit zu tun, dass nun auch zunehmend ausl\u00e4ndische Verr\u00fcckte den Weg nach Br\u00fcssel einschlagen, um sich vom stilistisch breitgef\u00e4chersten und gleichzeitig hochkar\u00e4tigsten Programm seit den Klangbad-Zeiten in Scheel \u00fcberraschen und bezaubern zu lassen.<\/p>\n<p>Zur Er\u00f6ffnung am Freitagabend h\u00e4ngt der erkl\u00e4rte Tonk\u00fcnstler <strong>Johannes Bergmark<\/strong> an Pianosaiten von der Decke des Gounden Zaals und wartet, in der Luft zu Loungemusik hin-und her pendelnd, geduldig darauf, dass die z\u00f6gerlich Eintreffenden sich in den Konzertsaal vortasten. Mit zwei Holzst\u00e4ben ausgestattet, tritt er dann in Aktion, kreiert \u00fcberraschende L\u00e4rmkaskaden und bringt das Material durch das st\u00e4ndige Maltr\u00e4tieren schlie\u00dflich zum Splittern. <strong>Bergmark<\/strong> wird einen auch am Samstag und Sonntag begleiten und seine improvisatorisch-gestalterische Bandbreite, die bis zu einer Lesung im Caf\u00e9 reicht, zur Schau tragen.<br \/>\n<strong>John Lunds<\/strong> liefert dann, nachdem er sich etwas \u00fcberhastet einen Platz inmitten der Zuh\u00f6rer geschaffen hat, eine gleichfalls atemlose wie \u00fcberdreht-dadaistische Saxophonperformance ab. Der d\u00e4nische Musiker zitiert Free-Jazz Meisterwerke und Eigenes auf bizarre Weise, l\u00e4sst Noten weg, spielt zu schnell, wirkt wie in einem bizarren Cartoon\u2026 und macht sich folgerichtig nach 25 Minuten wieder aus dem Staub.<br \/>\nIn einer anderen Ecke des Saals verf\u00fchren uns die beiden S\u00fcdfranzosen von <strong>Nibul<\/strong> mit beseelter Trancemusik. Das durch den Mixer geschickte Saxophon und die tribalistischen Perkussions ziehen buchst\u00e4blich in den Bann; und in den Gesichtern der Musiker aus Toulouse paaren sich Entr\u00fccktheit mit erstaunlichen Varianten des Grinsens. Wer k\u00f6nnte da noch behaupten, dass das schamanistische Hippietum seine beste Zeit in den Siebzigern gesehen hat.<\/p>\n<p>Danach kommt es mit <strong>Hiele Martens<\/strong>, dem gemeinsamen Projekt der beiden belgischen Komponisten <strong>Lieven Martens Moana<\/strong> und <strong>Roman Hiele<\/strong> &#8211; zu einem ersten H\u00f6hepunkt in diesem an Au\u00dfergew\u00f6hnlichem nicht geizenden Programm. Elektronische Musik und Piano, eine sich st\u00e4ndig verschiebende t\u00f6nende Klangmasse, die sich im Raum verteilt und permanent andere Elemente in den Vordergrund bringt und andere wieder hinter die Kulissen dieses brodelnden Wahnsinns treibt. Wir h\u00f6ren ein Gemisch, das Neue Musik-Gr\u00f6\u00dfen wie <em>Xenakis<\/em> oder <em>Kagel<\/em>, Noise, Folk und d\u00fcsterer Elektronik zitiert und logisch vereint. Alles wird ins Spiel gebracht und die Summe ist, wie man so sch\u00f6n sagt, weit mehr als die einzelnen Bestandteile. <strong>Lieven Martens Moana<\/strong> hat auf dem Kraak-Label eine sch\u00f6ne LP mit Tapemusik ver\u00f6ffentlicht, die sowohl Anleihen an die GRM-Epigonen wie eine Hommage an <em>Messians<\/em> Affinit\u00e4t f\u00fcr die gefiederten Gesch\u00f6pfe und Naturverbundenheit zum Thema hat. <strong>Roman Miele<\/strong> hat Unterschiedliches auf belgischen Labels ver\u00f6ffentlicht; seine Musik l\u00e4sst oft abstrakte, rhythmische elektronische Musik auf vermeintlich akademisch Zeitgen\u00f6ssisches treffen. <strong>Hiele<\/strong> und <strong>Martens<\/strong> planen f\u00fcr dieses Jahr eine Platte auf dem Antwerpener Label <em>Ultra Eczema<\/em> herauszubringen.<\/p>\n<p>Zum Abschluss des ersten Tages gibt es dann die melancholisch-brutalistische Techno-Hommage von Steven Warwick, vormals mit Luke Younger f\u00fcr Birds of Delay verantwortlich zeichnend.<br \/>\nNun konnte man sich noch zum DJ-Set der beiden sympathischen Zeitgenossen <strong>von Calhau!<\/strong> ins Caf\u00e9 begeben, wo es \u00e4hnlich stil\u00fcbergreifend wie den ganzen Abend zuging.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/calhau.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-2971\" src=\"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/calhau-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Ande Somby<\/strong> ist stark von der Yoik-Tradition der Sami gepr\u00e4gt, was auch sein famili\u00e4rer Background ist. Von seinen Eltern vermittelt, klingen seine poetischen Lieder, in unseren Breitengraden, fernab jeglicher Spur von Wildnis, noch verst\u00f6render als wahrscheinlich ohnehin schon. Seine Widmungen und Interpretationen von Geschichten \u00fcber Tiere und Menschen \u00fcbertreffen in seiner Intentizit\u00e4t und Schr\u00e4gheit manchen Avantgardeentwurf. Vor jedem Song erz\u00e4hlt Somby den Hintergrund. Von der Fliege \u00fcber das Moskito bis zum finalen Einsamkeitsgeheul des Wolfes.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/beatriz-ferreyra.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-2963\" src=\"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/beatriz-ferreyra-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit <strong>Beatriz Ferreyra<\/strong> gab sich eine wahre Pionierin der EA in Br\u00fcssel die Ehre. Die vier Kompositionen, die sie dem staunenden Publikum vorstellte, umspannten eine gro\u00dfe Zeitspanne. Ein St\u00fcck f\u00fcr Tape, zwei Computer &#8211; und eine Vokalkomposition zeigten auch die Vielfalt der Zeitgen\u00f6ssin von <strong>Guy Reibe<\/strong>l und <strong>Pierre Schaeffer<\/strong>. Ihre Musik ist durch das wirkungsvolle und kontrastreiche Aufeinandertreffen von melodisch-sinnlichen mit trocken-herben Elementen gepr\u00e4gt. Kleine Versatzst\u00fccke, z.B. aus einem Tangolied werden subtil in den Klangteppich eingewebt und wirken sympathisch-irritierend in den dramatisch angelegten Kompositionen.<\/p>\n<p><strong>Henry Andersen<\/strong>, visueller K\u00fcnstler und Komponist, wird im Mai ein Album auf Kraak ver\u00f6ffentlichen. Und \u00e4hnlich genre\u00fcbergreifend war auch sein Auftritt. Simultan mit einer befreundeten K\u00fcnstlerin liest Anderson scheinbar willk\u00fcrlich aneinandergereihte Wortreihen, verschiedene Sprachen durcheinandergew\u00fcrfelt, vor; kleine Fehler in der Koordination, Versprecher oder einsetzender L\u00e4rm vom Band im Hintergrund, die den Vortrag \u00fcbert\u00f6nen, sind unbewusste oder gezielt eingesetzte Stilmittel, die vielleicht, so Anderson, auch etwas \u00fcber den Vorleser verraten k\u00f6nnten. Konzeptkunst, <strong>Cage<\/strong> und <strong>Lacan<\/strong> klingen auf dem Papier arg trocken. Nichts davon beim Livesetting; wo dann der theoretische Ansatz durchaus Unterhaltungscharakter annimmt.<\/p>\n<p><strong>Annelies Monser\u00e9<\/strong> kann man durchaus als elfische Schwester von <strong>Delphine D\u00f4ra<\/strong> und <strong>Val\u00e9rie Leclercq<\/strong> sehen, da sie ebenfalls in diversen belgischen Mikroszenen aktiv ist und einer ganz eigenen, aber immer der Introspektion zugeneigten Musik nahesteht. Ihr Vortrag setzt dann auch einen Kontrapunkt zum bisher Geh\u00f6rten. Anstatt Data-Overflow die kurzzeitige R\u00fcckkehr zum Handgemachten. Mit Gitarre und Klavier stellt die Musikern aus Gent \u00fcberwiegend St\u00fccke von ihrem letztem Album vor, eine Musik, die durch ihre leise Intensit\u00e4t &#8211; beinahe alle Songs sind repetierende, langsame, melancholische Mantras und stimmungsm\u00e4\u00dfig immer inmitten der blauen Stunden angesiedelt &#8211;\u00a0 enorme suggestive Kraft ausstrahlt. Anleihen an Folk-, Drone, Choral &#8211; und Minimalmusik beschw\u00f6ren eine geisterhafte Stimmung herauf, die zus\u00e4tzlich durch den aufgelegten Hall in der Stimme unterstrichen wird und doch jeglichen Kitsch vermeidet.<\/p>\n<p>Dann, erneuter Stilwechsel: <strong>Festoen<\/strong> &#8211; <strong>Linde Carrijn<\/strong> und <strong>Laura Vroom<\/strong> &#8211; , der freien Theaterszene aus Gent zugeh\u00f6rend, interpretierten als Mumien verpackt vier Szenen zu einem infernalischen Industrial-L\u00e4rmwall vom Band.<\/p>\n<p>Die Geheimniskr\u00e4mer von <strong>Moleglove<\/strong> &#8211; in persona die <strong>Column One<\/strong> &#8211; Nachfolger <strong>Robert Schalinski<\/strong>, <strong>Rashad Becker<\/strong> und <strong>J\u00fcrgen Eckloff<\/strong> &#8211; reihen sich dann, mit klobigen Maulwurfmasken\/k\u00f6pfen anomysiert in einer Reihe vor ihren Ger\u00e4tentischen stehend, auf, wie eine aus dem Ruder gelaufene Familienaufstellung. Eine Hommage an <strong>The Residents<\/strong>? Eher nicht, Moleglove pr\u00e4sentieren heute Abend verschwurbelte, in unz\u00e4hligen Layern \u00fcbereinandergelagerte abstrakt-trockene Musik, die anstrengend und intensiv ist, aber auch die F\u00e4higkeit die Aufmerksamkeitsspanne aufrecht zu erhalten, arg auf die Probe stellt.<br \/>\nW\u00e4hrend dann mit dem New Yorker <strong>Frank Hurricane<\/strong>, dem alles verwurstelnden Entertainer zwischen Eugene Chadbourne und R. Stevie Moore f\u00fcr zwischenzeitliche Auflockerung gesorgt wird, gebe ich mir im Caf\u00e9 die finnischen, aus der Improvisationsszene stammenden, aber nun Death Metal (was wohl allen Skandinaviern ohnehin so nebenbei in die Wiege gelegt wird) spielenden <strong>Pymathon<\/strong>. Schwer zu unterscheiden, ob es sich bei der Gruppe um Pastichek\u00fcnstler oder \u00dcberzeugungst\u00e4ter handelt, unterhaltsam ist es allemal.<br \/>\nTechno is back!, so das Programmheft, zur Beschreibung von <strong>Inhalants<\/strong>, dem Saalr\u00e4umer am Samstagabend.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/zad-kokar.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-2964\" src=\"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/zad-kokar-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><br \/>\nIm Caf\u00e9 gibt es dagegen mit den Stra\u00dfburgern <strong>Zad Kokar &amp; Les Combi Beyaz<\/strong> eine wunderbare krude Mixtur aus No Wave, Anarcho-Dadaismus und <strong>Half Japanese<\/strong> zu Zeiten von <em>Half Gentlemen\/Not Beasts<\/em>. Mit ihren Masken wirken sie wie eine Fasnachtscombo auf Trip. Trommelnd und Fanfaren schmetternd st\u00fcrmt das Trio auf die B\u00fchne und dann beginnt der wirkliche Wahnsinn: mit der schneidend-fr\u00e4senden Gitarre \u00e0 la <strong>Metal Urbain<\/strong> von Mastermind <strong>Zad Kokar<\/strong>, der dann nach und nach unverst\u00e4ndliche Parolen in den L\u00e4rm hinein schreit, entsteht ein Gebr\u00e4u, das man vielleicht als tribalistische Partymusik bezeichnen k\u00f6nnte. Nie waren sich Free Jazz und Punk so nahe.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend im <em>Beursschouburg<\/em> am Sonntagmoren Brunch angesagt ist, wandere ich zum Zentrum f\u00fcr Zeitgen\u00f6ssische Kunst &#8211; Wiels &#8211; , dass ein sch\u00f6nes Exempel f\u00fcr ein gelungenen renoviertes Industriedenkmals ist , und das, man befindet sich ja in Belgien, fr\u00fcher eine Brauerei war.<br \/>\n<strong>Duncan Campells<\/strong> an die klassische Dokumentation angelehnte Filme und <strong>Sven\u2019t Jolle<\/strong> kapitalismuskritische Skulpturen und Installationen konkurrieren mit dem atemberaubenden Blick auf Br\u00fcssel vom Dach des Wiels.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck bei Festival: Mit <strong>Ameel Brecht<\/strong>, der einen H\u00e4lfte von <strong>Razen<\/strong>, beginnt der Sonntag im Caf\u00e9 auf die denkbar subtilste Weise. Im Gegensatz zu seinem Bandprojekt, widmet er sich hier ganz dem klassischen Gitarren- und Mandolinenspiel. Seine scheinbar komplett aus der Zeit gefallene instrumentale Musik erinnert an die Barock- oder Renaissance-Zeit.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/accident-du-travail.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-2962\" src=\"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/accident-du-travail-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/accident-du-travail-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/accident-du-travail-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/accident-du-travail-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/accident-du-travail-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/accident-du-travail.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><br \/>\n<strong>Julie Norma<\/strong>l spielt <strong>Ondes Martenot<\/strong>, ein fr\u00fches elektronisches Instrument, das 1928 von <strong>Maurice Martenot<\/strong> erfunden wurde und von dem heute nur noch wenige Exemplare existieren. Das museumsreife, fragile Instrument ist mit dem Theremin verwandt und das System beruht, laut Lexikon, auf dem Prinzip des Schwebungssummers. Zusammen mit <strong>Olivier Demeaux<\/strong>, der Harmonium spielt, sind sie <strong>Accident aux Travail<\/strong> aus Strasbourg. Ihr sch\u00f6ner Auftritt am verregneten Sonntagnachmittag l\u00e4dt zum traumreisenden Zuh\u00f6ren auf den ausgelegten Matratzen im Saal ein. Filigrane Melodien spinnen sich um den dronigen Grundton des Harmoniums, wahre imagin\u00e4re Musik, die an Abenteuer in fernen Welten denken l\u00e4sst, ohne die kompfortable Position aufgeben zu m\u00fcssen.<br \/>\nDass <strong>Brunhild Meyer Ferrari<\/strong> vielmehr als nur die Ehefrau von Luc war, wissen die der elektronischen und der EA-Musik zugeneigten, schon seit langem. Zum Ausklang des Festivals konnte man, wiederum in horizontaler K\u00f6rperposition, einem der raren Livedarbietungen der Komponstin, die au\u00dfer mit dem Grm-Umfeld auch z.B. mit <strong>Christoph Heemann<\/strong> zusammenwirkte, beiwohnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kraak Festival Bruxelles 2017 &nbsp; Kraak: Den belgischen Spezialisten f\u00fcr alles, was kulturell \u201coffstream\u201d anzusiedeln ist, gelingt seit Jahren das eigentlich schwer vorstellbare Jonglieren mit unterschiedlichen musikalischen Avantgardedisziplinen und Mikroszenen. Mit der seltsam-sch\u00f6nen Musik von z.B.\u00a0 Calhau!, Sea Urchin oder Typhonian Highlife war 2016 wieder ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Labeljahr gewesen. 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