{"id":2821,"date":"2016-06-19T21:35:02","date_gmt":"2016-06-19T20:35:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/?p=2821"},"modified":"2020-05-30T08:42:04","modified_gmt":"2020-05-30T07:42:04","slug":"nippon-connection","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/nippon-connection\/","title":{"rendered":"Nippon Connection"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #00ff00;\"><em>16. Japanisches Filmfestival<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #00ff00;\"><em>Frankfurt am Main<\/em><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Nipponconnection_Logo_2013.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2823\" src=\"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Nipponconnection_Logo_2013.png\" alt=\"Nipponconnection_Logo_2013\" width=\"134\" height=\"116\" \/><\/a><br \/>\nGanz im Gegensatz zu den an visuellen Reizen \u00fcberbordenden und permanent das Genre wechselnden Filmen, die sein Markenzeichen geworden sind, realisierte <strong>Sion Sono<\/strong> mit <em>The Whispering Star<\/em> eine meditativ-ruhige und ironische Zukunftsgeschichte, die seine Empfindungen auf die Katastrophe von Fukushima darzustellen versucht. In den verlassenen Sperrbezirken filmte er mit &#8211; zumeist &#8211; Laiendarstellern, aber auch dem (Erotik-) Star <strong>Megumi Kagurazaka<\/strong>, eine Parabel, die eifrig zitiert (z.B. bei Kubricks <em>2001<\/em>), aber auch die typisch-surrealistische Handschrift, die mitunter zu seinem Markenzeichen geworden ist, nicht verleugnet. Die interstellare Postbotin Yoko, ein Android, reist durch Raum und Zeit und stellt Pakete innerhalb einer Lieferzeit von elf Jahren zu; diese, an Sonderlinge, die in den desolaten Landschaften \u00fcberlebt haben. Die Pakete beinhalten pers\u00f6nliche, teils abstruse Gegenst\u00e4nde, die wiederum als Hommage an <strong>Y\u00f4ko Ogawas<\/strong> Roman <em>Das Museum der Stille<\/em> gesehen werden d\u00fcrfen. Die Wissenschaft mache st\u00e4ndig Fortschritte, trotzdem sei der Mensch blo\u00df eine Art Gartenzwerg, der es im gl\u00fccklichsten Fall gerade einmal auf 100 Lebensjahre bringe, meint Sion Sono.<br \/>\nSein zweiter Film &#8211; <em>Love &amp; Peace<\/em> &#8211; vermischt dann wieder in gewohnter Weise alle m\u00f6glichen Filmsparten zu einer \u00fcberdrehten, wilden Kom\u00f6die.<br \/>\nEin anderer Altmeister &#8211; <strong>Gakuryu Ishii<\/strong> &#8211; dr\u00fcckt mit <em>That\u2019s It,<\/em> nach mehreren ruhigen, beinahe psychedelisch-anmutenden Filmen und der ironischen Theateradaption <em>Isn\u2019t Anyone Alive?<\/em> wieder wie in der Anfangszeit auf die Tube und bezieht sich in einer speedigen, \u00fcberdrehten Gangstergeschichte auf seine Punkroots.<br \/>\nDie gro\u00dfe Kunst der Festivalbetreiber ist es, jedes Jahr die richtige Mischung aus Spielfilmen, Animations- und Dokumentarfilmen, Genre- und Experimentalkino zusammenzustellen; sinnvollerweise in die Sparten Nippon Cinema, Nippon Animation, Nippon Visions und Nippon Retro unterteilt. (die Rahmenprogramme Nippon Culture und Nippon Kids locken dann auch nicht nur die Filmfreaks in die R\u00e4umlichkeiten des Festivals).<br \/>\nWas urspr\u00fcnglich aus einer gemeinsamen Affinit\u00e4t f\u00fcr das japanische Filmschaffen im kleinen Rahmen an der Frankfurter Universit\u00e4t entstanden war, hat sich \u00fcber die Jahre zum wichtigsten Festival f\u00fcr japanische Filme au\u00dferhalb des Landes entwickelt. Und seit dem Umzug in die Naxoshalle und den Mousonturm als Festivalzentrum, st\u00f6\u00dft die sechst\u00e4gige Veranstaltung auch auf ungebrochenes Publikumsinteresse; viele Veranstaltungen waren dieses Jahr wieder ausverkauft. (ungeachtet dessen, dass die Filme im Original mit englischen Untertiteln laufen). Die sich immer noch zumeist aus Film &#8211; Enthusiasten und engagierten Freiwilligen zusammensetzende Crew schafft mit ihrem Know &#8211; How weiterhin souver\u00e4n den Spagat zwischen DIY-Kultur und \u201cnormalen\u201d Festival hinzubekommen.<\/p>\n<p>Im gr\u00f6\u00dften Veranstaltungssaal &#8211; dem Mousonturm &#8211; werden die auf das gr\u00f6\u00dfte Publikumsinteresse sto\u00dfenden Spielfilme der Nippon Cinema- Reihe aufgef\u00fchrt. Au\u00dfer den erw\u00e4hnten Filmen von <strong>Sono<\/strong> und <strong>Ishii<\/strong>, die durch ihre Transzendenz eher den Rahmen sprengten, gab es hier wieder skurrile Kom\u00f6dien, Sozialstudien, Horror- und Gangsterfilme zu sehen, die aber durchwegs eher dem Unterhaltungskino zuzuordnen waren<br \/>\nDen diesj\u00e4hrigen Nippon Honor Award erhielt <strong>Kiyoshi Kurosawa<\/strong>. Drei Filme wurden zu diesem Anlass von ihm pr\u00e4sentiert: Sein Klassiker <em>Cure<\/em> von 1997, der Thriller <em>Creepy,<\/em> der trotz einiger Patzer und Ungereimtheiten in der Geschichtenerz\u00e4hlung, gekonnt bis zum Schlu\u00df an der Spannungsschraube dreht und <em>Journey to the Shore<\/em>, einem emotional-aufgeladenen Drama, das wiederum den Kitschfaktor in gef\u00e4hrliche H\u00f6hen trieb und diesbez\u00fcglich mit <em>Nagasaki: Memories of My Son<\/em> (<strong>Yoji Yamada<\/strong>) wetteiferte.<br \/>\n<em>Gonin Saga<\/em> von <strong>Takashi Ishii<\/strong> ist der Nachfolger seines \u00fcberstilisierten Gangsterfilm aus den Neunzigern und kultiviert einen sympathischen Retrocharme. \u00c4hnlich aus der Zeit gefallen schien <em>The Inerasable<\/em> von <strong>Yoshihiro Nakamura<\/strong>, ein Film, der mit seinem Goth-Touch der Sparte J-Horror zuzuorden ist. <strong>Takeshi Kitano<\/strong> staubte mit seiner ironisch-gebrochenen <em>Ryuzo and the Seven Henchmen<\/em> den Nippon Cinema Award 2016 ab, und h\u00e4ngte locker Familienkom\u00f6dien wie <em>The Mohican Comes Home<\/em> (<strong>Shuichi Okita<\/strong>) oder bem\u00fchtes Slackertum wie <em>Lowlife Love<\/em> (<strong>Eiji Uchida<\/strong>), der die Korumpiertheit des (Indie-) Filmbusiness als Thema hatte, ab.<br \/>\nSeifenopern mit J-Popstars &#8211; <strong>Pink and Gray<\/strong> (<strong>Isao Yukisada<\/strong>)- , Filme, die eingebettet in Familengeschichten das rigide Schul\/klassensystem Japans &#8211; <em>Flying Colors<\/em> (<strong>Nobuhiro Doi)<\/strong> und \/oder Kindheitraumata <em>Beeing Good<\/em> (<strong>Mipo O)<\/strong> beleleuchten, Liebesgeschichten &#8211; <em>Pieta in the Toilet<\/em> (<strong>Daishi Matsunaga<\/strong>), <em>A Cappella<\/em> (<strong>Hotoshi Yazaki<\/strong>), <em>Three Stories of Love<\/em> (<strong>Shogo Ueno<\/strong>), <em>Their Distance<\/em> (<strong>Rikiya Imaizumi<\/strong>) rundeten das diesj\u00e4hrige Programm dieser Sparte ab.<br \/>\nMit <em>Hibano<\/em> gab es zus\u00e4tzlich die Gelegenheit die zehn Folgen der ersten Netflix Japan-Serie zu sehen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/the-ark-in-the-mirage.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-2824\" src=\"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/the-ark-in-the-mirage-150x150.jpg\" alt=\"the ark in the mirage\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><br \/>\nNeben den \u201cgro\u00dfen\u201d Unterhaltungs-Spielfilmen setzt vor allem das sich aus experimentelleren Filmen und Dokumentationen gestaltene Programm der Nippon Visions &#8211; Sparte Ma\u00dfst\u00e4be und grenzt sich vom Mainstream ab. Es ist beruhigend auch dieses Jahr wieder best\u00e4tigt zu bekommen, dass auch der unkonforme Anteil an den japanischen Produktionen ungebrochen ist und immer wieder Au\u00dfergew\u00f6hnliches entsteht.<br \/>\nDies nichtsdestotrotz, dass sich die Wirtschaftskrise nach und nach auch immer st\u00e4rker auf das Filmschaffen auswirkt, was bei den Q &amp; A\u2019s mit Regesseuren\/innen und Schauspielern im Rahmen der Auff\u00fchrugen immer wieder zur Sprache kam.<br \/>\nDer Schwerpunkt dieses Jahr war: Fukushima, f\u00fcnf Jahre danach! Verschiedene Dokumentar- und Spielfilme thematisierten die Nachwirkungen und die Konsequenzen, die aus der Katastrophe entstanden sind, z.B. <em>My Technicolor Girl<\/em> von <strong>Rei Sakamoto<\/strong>, <em>Landscapes After 3\/11<\/em> oder <em>A Lullaby Under The Nuclear Sky<\/em> von <strong>Tomoko Kana<\/strong>.<br \/>\nEin weiterer H\u00f6hepunkt war sicherlich das trocken-experimentelle Historiendrama <em>Sanchu Uprising<\/em> von <strong>JuichiroYamasaki<\/strong>, das die Geschichte des Aufstands der Bev\u00f6lkerung von Sanchu im Jahre 1726 schildert. Die strengen Schwarz-Wei\u00df-Bilder unterlegt <strong>Juichiro Yamasaki<\/strong> mit Free-Jazz-Einsprengseln; nebebei erweist er auch der Kunstform des N\u00f4-Theaters seine Ehre.<br \/>\n<em>The Ark in the Mirage<\/em> von <strong>Yasuyuki Sasaki<\/strong> beginnt als d\u00fcsteres Sozialdrama &#8211; junge M\u00e4nner quatieren Obdachlose in einer Containersiedlung ein und kassieren ihre Sozialhilfe ab &#8211; um dann in eine Art metaphysische Wendung zu abzudriften und auf ein offen-experimentelles Ende hin zuzusteueren.<br \/>\nVon <strong>Daisuke Hosaka<\/strong> waren der Kurzfilm <em>Thank You, Mom <\/em>und sein Kult-Sci-Fi <em>Be The World For Her<\/em> in einem Doppel-Feature zu sehen, beide Filme untermauerten nachhaltlich seinen Ruf ,einer der originellsten Regisseure zu sein und dazuhin einen schr\u00e4g-bizarren Humor zu pflegen.<br \/>\n<em>Good Stripes<\/em> von der Regissuerin <strong>Yukiko Sode<\/strong> ist eine lakonische, leicht-verschrobene Beziehungskom\u00f6die, die durchaus auch in einem New Yorker-Setting vorstellbar w\u00e4re;<br \/>\n<em>Deer Deer<\/em> von <strong>Tekeo Kikuchi<\/strong> seziert in unterhaltsamer Weise famili\u00e4re Zerr\u00fcttungen, anhand eines Treffens, genauer der Tod des Vaters, der die Kinder wieder an ihren Heimatort in der japanischen Provinz zuammenf\u00fchrt. Der \u00e4lteste Sohn hat sich eine wacklige Existenz im Heimatdorf aufgebaut, der j\u00fcngere durchlebt immer wieder schiziphrene Epiosoden, die in Zusammenhang mit dem vom Tourismuamt des St\u00e4dtchens propagierten Hirschreservat stehen. Die Tochter fl\u00fcchtete in die Gro\u00dfstadt, bekam dort aber ihre Leben und ihre Ehe auch nicht in den Griff und trifft im Heimatdorf auf einen Ex-Geliebten. Die problematische Entv\u00f6lkerung und \u00dcberalterung der l\u00e4ndlichen Gegend Japans spielen im Hintergrund der Geschichte eine gewichtige Rolle.<br \/>\n<em>Her Father My Lover<\/em> von <strong>Kenji Yamauchi<\/strong> f\u00e4llt dann wieder in die, sehr japanische, Sparte: bizarr-perverse Kom\u00f6die. Eine junge Frau verliebt sich in den Vater ihrer besten Freundin und kickt damit das erste Glied einer Eskaltionskette an.<br \/>\nDie Dokumentation <em>Dryads in a Snow Valley\u00a0<\/em>von\u00a0<strong>Shigeru Kobayashi<\/strong> l\u00e4sst Gro\u00dfstadtaussteiger, die sich in die Berge von Niigata niedergelassen haben, zu Wort kommen. Nach dem Erdbeben sind auch dort viele H\u00e4user zu Schaden gekommen oder ganz zerst\u00f6rt worden. Die Zugezogenen erz\u00e4hlen ihre Geschichten und Pl\u00e4ne, von der Restaurierung, vom Kultivieren alter Reisfelder oder vom Selbstversorgen und wie sie von den Bewohnern der verschiedenen D\u00f6rfer herzlich aufgenommen worden sind. Im Hintergrund verinnt die Zeit und die Jahreszeiten wechseln, der strenge Winter bringt Massen von Schnee, das Wiedererwachen der Natur im Fr\u00fchling ver\u00e4ndert im Nu die ganze Landschaft. Nebenbei ist dies auch eine Geschichte des Sterbens und der Wiedergeburt. Wie es in der Einf\u00fchrung hie\u00df, starben zwei am Film Beteiligte: an einer t\u00f6dlichen Krankheit und durch Selbstmord.<br \/>\nAusgezeichnet wurde <em>Under the Cherry Tree<\/em> von <strong>Kei Tanaka<\/strong>, ein weiterer Dokumentarfilm, der Senioren in einer Sozialbauanlage portraitiert und die zunehmende \u00dcberalterung der japanischen Gesellschaft dokumentiert.<\/p>\n<p>Die Animationsreihe hat ihre eigenen Anh\u00e4nger und zeigte dieses Jahr neben einigen Gro\u00dfproduktionen auch wieder eine Kurzfilmzusammenstellung von unabh\u00e4ngigen K\u00fcnstlerinnen: <em>A Wild Patience &#8211; Indie Animated Shorts.<\/em><\/p>\n<p>Das mit kundigen Einf\u00fchrugen akademisch aufgewertete Retroprogramm im Deutschen Filmmuseum widmete sich diesesmal nicht einem singul\u00e4ren Regisseur, stattdessen einem Thema: <em>Ghosts &amp; Demons, Scary Tales from Japan<\/em>. Neun Klassiker wie <em>The Ugetsu Story<\/em> (<strong>Kenji Mizoguchi<\/strong>), <em>The Ghost Story of Yotsuya<\/em> (<strong>Nobuo Nakagawa<\/strong>) oder <em>The Bride from Hades<\/em> (<strong>Satsuo Yamamoto)<\/strong>, allesamt Meilensteine, konnte man in hervorragender Qualit\u00e4t sehen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/onibaba.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-2825\" src=\"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/onibaba-150x150.jpg\" alt=\"onibaba\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><br \/>\n<em>Onibaba<\/em> von <strong>Kaneto Shind\u00f4<\/strong> stach aus diesem exquisiten Programm besonders heraus: dieser hoch\u00e4stethische Schwarz-Wei\u00df-Film von 1964 erz\u00e4hlt eine minimalistische Geschichte, die subtil Horror-, Neorealismus- und Erotikfilmelementen zitiert, aber letztlich uneinsortierbar bleibt.<br \/>\nDie Geschichte spielt Mitte des vierzehnten Jahrhunderts zu Zeiten als in Japan B\u00fcrgerkrieg herrschte &#8211; k\u00f6nnte aber in ihrer Zeitlosigkeit auch in einer postapokalyptischen Welt angesiedelt sein. In einer andersweltlichen Pampaslandschaft an einem See, in der die langen Gr\u00e4ser endlos hin- und herwehen und eine ungebrochene Sch\u00f6nheit suggerieren, schl\u00e4gt die Stimmung innerhalb eines Wimpernschlags in r\u00fccksichtlose Gewalt um; Stille, in der nur das Rascheln der Gr\u00e4ser zu h\u00f6ren ist wechselt sich mit donnernden Trommeln ab.<br \/>\nZwei Frauen, Schwiegermutter und Tochter leben in diesen Kriegszeiten davon, dass sie verirrte Krieger in der Graslandschaft irref\u00fchren und in ein tiefers schwarzes Loch fallen lassen, wo sie aufgespie\u00dft und get\u00f6tet werden. Die R\u00fcstungen und die Schwerter verkaufen sie an einen Waffenh\u00e4ndler. Als der Freund des im Krieg get\u00f6teten Ehemanns der jungen Frau zur\u00fcckkehrt, entspinnt sich ein erotische Spannung und Begehren zwischen den Beiden. Die Schwiegermutter versucht mit einer D\u00e4monenmaske, die sie sich aufsetzt und damit im Schilf wartend, die n\u00e4chtlichen Treffen der jungen Frau zu unterbinden, mit der Konsequenz, dass die Maske an ihr Gesicht anw\u00e4chst. Dies, eine Anleihe an eine alte Shin-Buddhistische Geschichte, die Shindo von seiner Mutter h\u00f6rte. Letztlich endet alles im Verderben, nur die Natur bewahrt ihre Sch\u00f6nheit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>16. Japanisches Filmfestival Frankfurt am Main Ganz im Gegensatz zu den an visuellen Reizen \u00fcberbordenden und permanent das Genre wechselnden Filmen, die sein Markenzeichen geworden sind, realisierte Sion Sono mit The Whispering Star eine meditativ-ruhige und ironische Zukunftsgeschichte, die seine Empfindungen auf die Katastrophe von Fukushima darzustellen versucht. 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