{"id":2447,"date":"2014-11-09T10:37:28","date_gmt":"2014-11-09T09:37:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/?p=2447"},"modified":"2015-08-02T18:29:12","modified_gmt":"2015-08-02T17:29:12","slug":"ripples-november","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/ripples-november\/","title":{"rendered":"Ripples November 2014"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #00ff00;\"><strong>Alte Meister &#8211; Konzerte im Sommer und Herbst<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #00ff00;\"> <strong>Ch\u00e9dalia Tazart\u00e8s, Albert Marcoeur, Big Rain, MMM, Massacre, Young Marble Giants<\/strong><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ch\u00e9dalia Tazart\u00e8s<\/strong> an einem sonnigen, sp\u00e4ten Sommernachmittag im Garten des <em>Museu do Chiado<\/em> live zu erleben, hat etwas Bizzarres, erinnert aber an eine fr\u00fchere Begegnung \u00e4hnlicher Art. Einen idealeren Auftakt f\u00fcr drei ausgew\u00e4hlte Abende beim 31sten <em>Jazz Em Agosto<\/em> &#8211; Festival im Gulbenkiangarten darf dieser unabh\u00e4ngig davon stattfindende Anlass an einem Ort, wo Musikinteressierte, Cafebesucher und Passanten aufeinandertreffen und ein stetiges Kommen und Gehen stattfindet, kann man sich kaum w\u00fcnschen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-2461\" src=\"http:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/meteo-150x150.jpg\" alt=\"meteo\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/meteo-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/meteo-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.mikro-wellen.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/meteo.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n<strong>Tazart\u00e8s<\/strong>, nach seinem Fr\u00fchwerk und seinen bahnbrechenden zwei Alben f\u00fcr <em>AYAA<\/em>, die, so noch nie dagewesen, Chanson, Ethnologische Musik, Elektronik, L\u00e4rmkunst und undefinierbar Exzentrik aufeinanderprallen lie\u00dfen, hat sich in den Neunzigern und Fr\u00fch-Zweitausendern vor allem filmmusikalischen Projekten gewidmet, um dann in den vergangenen Jahren eine Art Revival mit Solo- und Gruppenprojekten zu erfahren, was vor allem auch in einem erwachten Interesse eines j\u00fcngeren Publikums begr\u00fcndet ist. Den magischen Fr\u00fchabend im Amphietheater von St. Remy beim <em>Mimi-Festivival<\/em> 1987, als <strong>Tazart\u00e8s<\/strong> mit Akkordeon auf den alten Mauern herumturnte und seine Magie entfaltete (die dann von den japanischen <strong>After Dinner<\/strong> noch verl\u00e4ngert wurde) meint man trotz aller Unw\u00e4gbarkeiten des Langzeitged\u00e4chtnisses noch genau in Erinnerung zu haben, um hier mit Erstaunen festzustellen, dass sich knapp drei Jahrzehnte sp\u00e4ter, nicht viel an der mysteri\u00f6sen Figur und an der Musik ge\u00e4ndert hat. Mit geschlossenen Augen vor dem Mikrophon am Rand des langgezogenen rechteckigen Rasens des Museumgartens stehend und nur ab und zu an seinem kleinen Tisch mit Klangerzeugern (Tonschale, Perkussion) hantierend, entlockt er seiner Stimme die unverwechselbaren T\u00f6ne, die sich mit der vorfabrizierter Musik unterschiedlichster Stile &#8211; schroffe Noisestrukturen, w\u00fcstenartige Karawannenmusik, Phantasie-Ethnomusik, Opernhaftes &#8211; amalgamisiert.<br \/>\nDie nomadenhafte, mysteri\u00f6sen Erscheinung, die man aufgrund der Musik meint in der Person <strong>Tazart\u00e8s<\/strong> zu erkennen, das einem nicht zu geringen Teil der Faszination ausmacht, wird durch die, bei der Konversation mit dem Publikum sehr down to earth wirkende sogleich ad absurdum gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Wie schon an anderer Stelle behauptet (und bislang nicht widerlegt), finden die gewagtesten Aufeinandertreffen experimenteller K\u00fcnste seit einiger Zeit nicht mehr unbedingt in den Untergrundklubs des Erdballs, sondern in Kulturinstituten wie dem <em>Gulbenkian<\/em> oder <em>Teatro Maria Matos<\/em> in Lissabon, dem <em>Mousonturm<\/em> in Frankfurt oder gar der <em>Philharmonic Hall<\/em> in Liverpool statt. In Zeiten der Krise und knapper werdender Budgets reagieren manche St\u00e4tten der Hochkultur mit einer politischeren Ausrichtung und einem Ausbau der experimentellen Labore. Die Gulbenkian-Stiftung kann im Gegensatz zu manch staatlicher Einrichtung allerdings aus dem finanziellen Fundus ihres Ahnherrn sch\u00f6pfen. Das <em>Jazz Em Agosto<\/em> &#8211; Festival, nun im 31ten Jahr, ist zwar kein interdisziplin\u00e4res, aber von jeher offen f\u00fcr Seitenpfade der Avantgarde. Im Amphitheater des phantastischen Gartens findet \u00fcber zehn Tage im August jeweils ein Konzert pro Abend statt. Zuvor hat man die Gelegenheit in der Cafeteria ein ausgezeichnetes Abendessen einzunehmen, danach gibt es noch die Gelegenheit sich an den St\u00e4nden von <em>Trem Azul<\/em> mit Musik einzudecken. Im vergangenen Jahr feierte <strong>John Zorn<\/strong> hier mit unterschiedlichen Projekten seinen Sechzigsten,\u00a0 dieses Jahr liegt der Schwerpunkt bei Gitarristen.<br \/>\n<strong>Franz Hautzingers<\/strong> <em>Regenorchester<\/em> gab es schon in verschiedenen Besetzungen, u.a. trugen <strong>Fennesz, Philip Jeck, Tony Buck, Otomo Yoshihide<\/strong> ihren Teil dazu bei, die musikalischen Welten zwischen Jazz, Neuer Musik, Improvisation, Soundskulpturen und Rock st\u00e4ndig neu zu bestimmen.<br \/>\n<em>Big Rain<\/em> nun, <strong>Hautzingers<\/strong> 2013 in Saalfelden ins Leben gerufene neues Projekt, bricht scheinbar mit dem demokratischen Verst\u00e4ndnis des Regenorchesters insofern, als dass mit <strong>Keiji Haino<\/strong> eine nat\u00fcrliche Autorit\u00e4t auf der B\u00fchne steht, die automatisch den Fokus auf sich zieht.<br \/>\nAber, das ist bei weitem noch nicht alles: Eigentlich laufen st\u00e4ndig mehrere Konzerte parallel. Der Bassist und fr\u00fchere <strong>Ornette Coleman<\/strong>&#8211; und <strong>James Blood Ulmer<\/strong> &#8211; Mitstreiter <strong>Jamaaladeen Tacuma<\/strong> und <strong>Hamid Drake<\/strong> aus dem Chicagoer &#8211; Jazzpool spielen ihre Art von World Music, vertrackt und treibend. <strong>Franz Hautzinger<\/strong> gibt an der Trompete den Reduktionisten, um dann doch bei Zeiten ins Black Magus\u2019sche auszuscheren. Und <strong>Keiji Haino<\/strong>? Steigt in den Rhythmus der Bass- und Schlagzeugfraktion ein, spielt melodische Psychedelica, fr\u00e4st dann messerscharf Schneisen in den Himmel der Nachbarschaft, stampft auf der B\u00fchne, um den Rhythmus vorzugeben, singt in seiner von einem anderen Stern &#8211; Art und\u2026zieht sich nach einer Stunde schwarze Handschuhe an, um mit elektronisch verkabelten Spiralen seinem Ruf als Noise-Master gerecht zu werden. Er wirkt dabei &#8211; wie die einheimische Zeitung P\u00fablico am n\u00e4chsten Tag schreibt &#8211; wie eine Schamane in Trance.<\/p>\n<p>Mit dem <strong>MMM Quartett<\/strong> (ein Link zum Mills College in Oakland, mit dem der Gro\u00dfteil der Besetzung Verbindungen hat oder hatte), respektive <strong>Jo\u00eblle Leandre, Alvin Curran, Urs Leimgruber<\/strong> und <strong>Fred Frith<\/strong> (der w\u00e4hrend des Festivals in verschiedenen Formationen pr\u00e4sent ist) bekommt man es dann am 8. August mit improvisierter Musik auf hohem Niveau wie aus dem <em>Leo Records<\/em> &#8211; Manual zu tun. Von meditativen Zust\u00e4nden sich ins Dramatische steigernd und wieder zur\u00fcck, dabei die Gesetze des Musikgenresvokabulars bewusst umgehend, ist das Konzert aber eben trotzdem sehr vorhersehbar, denn, obwohl die Improvisation erste Pflicht ist, entwickeln sich bei solchen Darbietungen immer die gleichen Abl\u00e4ufe.<br \/>\n<strong>Alvin Curran<\/strong> am Piano und mit elektronischen Verfremdungen zu Werke gehen in Aktion zu sehen, ist ein Vergn\u00fcgen, <strong>Frith<\/strong> mit Sombrero und rosa Sonnenbrille ausgestattet (wahnsinnig komisch) spielt das Lied des einsamen Cowboys. <strong>Leimgruber<\/strong> nutzt das Saxophon als Spielwiese und <strong>Leandre<\/strong> gibt den Takt an. Auf hohem Niveau entt\u00e4uscht zu werden, geh\u00f6rt zum Risiko bei Festivals. Als dann aber Madame <strong>Leandre<\/strong> zum Schluss hin in einen fetzigen Groove \u00fcberwechselt und lautmalerisch zu singen beginnt, ist es f\u00fcr mich Zeit das Weite zu suchen.<\/p>\n<p>Und dann am 9.8. <strong>Massacre<\/strong>! Seit <em>Killing Time<\/em> (1981) ist einiges Wasser vom Tejo oder Hudson ins Meer geflossen. Was damals als Reaktion auf\u00a0 die Energie des Punks &#8211; und von der Produktionst\u00e4tigkeit Friths\u2019 des No No York &#8211; Samplers beeinflusst war, l\u00e4sst sich nicht in das Jahr 2014 transferieren. Das wussten <strong>Frith<\/strong> und <strong>Bill Laswell<\/strong> nat\u00fcrlich auch schon Ende der Neunziger, als man Massacre mit <strong>Charles Hayward<\/strong> anstelle von <strong>Fred Maher<\/strong> wiederbelebte. Die Musik, die man im Gulbenkiangarten, \u00fcber den, als zus\u00e4tzliche Komponente zum Improvisieren st\u00e4ndig Flugzeuge Richtung des Stadtflughafens im Sinkflug sind, zu h\u00f6ren bekam, ist nach wie dringlich. Die Querverweise zu Pionieren wie <strong>DNA<\/strong>, <strong>Teenage Jesus<\/strong> oder <strong>James White<\/strong> sind aber einer Zeitlosigkeit gewichen. Zwischen Noise, Progrock, Dub fesselt das Trio das Publikum in den lang angelegten St\u00fccken mit dem st\u00e4ndigen Ausjustieren und Verschieben von Laut- und Leiseelementen. Als <strong>Haywards<\/strong> Melodika wie zu besten <strong>Camberwell Now<\/strong> &#8211; Zeiten zum Einsatz kommt, erh\u00e4lt auch die Melancholie den ihr ihren geb\u00fchrenden Platz.<\/p>\n<p>Das <em>Jazz \u00e1 Mulhouse<\/em> bzw. <em>M\u00e9teo<\/em> &#8211; Festival ist ber\u00fchmt (- ber\u00fcchtigt) u.a. daf\u00fcr, neben dem Kanon der improvisierenden Jazzer auch diesbez\u00fcgliche Misfits &#8211; <strong>Carla Bozulich, FM Einheit, erik m, Francisco Lopez, Philipp Niblock, Maja Ratke<\/strong> u.a. &#8211; in das j\u00e4hrlich Ende August \u00fcber einen Zeitraum von f\u00fcnf Tagen stattfindende Festival einzubauen. Neben dem Nervecenter im alternativen Noumatrouff kann man auch jeweils das industrielle Verm\u00e4chtnis der Stadt Mulhouse nutzen und Konzerte an ungew\u00f6hnlichen Locations auff\u00fchren. Das k\u00f6nnen dann ehemalige Fabrikgeb\u00e4ude, Galerien oder aber auch ein altehrw\u00fcrdiger Kulturtempel sein. Im prunkig-\u00fcberladenden architektonischen Juwel <em>T\u00e9atre de la Sinne<\/em> hatte man dieses Jahr die seltene Gelegenheit zum kick off des Festivals <strong>Albert Marcoeur<\/strong> sehen und h\u00f6ren zu k\u00f6nnen. Das Urgestein der frankophonen Exzentrik hat zu einer Sp\u00e4tform gefunden, die das Beste aus dem immer dem Au\u00dfenseitertum verpflichteten Ouevre zu einer Einheit vereint. Zugegeben, uns nur rudiment\u00e4r Franz\u00f6sischkundigen entgeht da vieles, aber auch nur der halbe Spa\u00df, ist ein immenses Vergn\u00fcgen. Der Meister an einem Katheder sitzend und in seinem Textbuch bl\u00e4tternd, wird vom kongenialen Streichquartett <strong>Le Quatuor B\u00e9la<\/strong>, das man auch schon auf der letzen Ver\u00f6ffentlichung von 2008 <em>Travaux Pratiques<\/em> h\u00f6ren konnte, begleitet. Der Atmosph\u00e4re gerecht werdend, startet man konventionell mit romantisch-anmutenden Kammermusik, bis <strong>Marcouer<\/strong>, zunehmend von G\u00e4hnen und Langeweile \u00fcbermannt, scheinbar kurz vor dem Einschlafen, das Ganze in eine marcoeursche Richtung hin \u00fcberleitet. Subtil, sperrig, knorzig-kr\u00e4chzig breitet sich das lyrische Universum mit genauen, abstrusen, schwarz-humorigen Alltagsbetrachtungen in der von Br\u00fcchen, Feinheiten und Anspielungen dichten Musik aus.<br \/>\n<strong>Marcoeur<\/strong> rezitiert, singt und erz\u00e4hlt, gibt, wenn n\u00f6tig mit den Handfl\u00e4chen auf die Schreibtischoberfl\u00e4che trommelnd, den Takt vor. Die Kompositonen, alle bis in kleinste Detail durcharrangiert, an diesem Abend, stammen von den letzten Platten, die der Besetzung geschuldet, man teilweise in anderen Arrangements h\u00f6rt. Auch einiges Neues bekommt man zur Geh\u00f6r. Der Meister, gertenschlank und immer mit einem breiten Grinsen im Gesicht, spr\u00fcht vor Vitalit\u00e4t, f\u00fchrt auf Abwege und kristallisiert merkw\u00fcrdige Details des modernen Lebens heraus.<\/p>\n<p>Im grandios verwitterten Manchester <em>Dance House<\/em>, unweit der Universit\u00e4ten und inmitten einem der angesagten Ausgehviertel um die Oxford Street gelegen, gaben sich die <strong>Young Marble Giants<\/strong> die Ehre. Ein zweifellos rarer Anlass, denn, trotz einiger verstreuter Festivalauftritte in den vergangenen Jahren, die seit einem Special f\u00fcr BBC Radio Wales Anfang der 00er Jahre stattfanden, kann von einer Reunion nicht wirklich die Rede sein. Trotzdem war das Publikum an diesem Sonntagabend von \u00fcberschaubarer Gr\u00f6\u00dfe &#8211; und, sch\u00e4tzungsweise, 75% der Anwesenden d\u00fcrften <em>Colossal Youth<\/em>, das singul\u00e4re Album, schon bei Erscheinen 1980 erstanden haben. Ironischerweise wirkten die \u00e4lteren Damen und Herren im Auftreten und Stil beim Vorabdrink in der Bar &#8211; man sah Swell Maps T-Shirts, schr\u00e4ge Brillen etc. individualistischer und nonkonformer als die j\u00fcngeren, die im Viertel anzutreffen sind mit ihrem Einheitslook aus Skinny Jeans und, wahlweise, Vollbart oder Hippiefrisur. Aber vielleicht m\u00f6chte man das auch einfach nur glauben.<br \/>\nUnd die legend\u00e4re Band &#8211; <strong>Alison Statton<\/strong>, <strong>Philip Moxham<\/strong> und <strong>Stuart Moxham<\/strong> wurde um einen weiteren Moxham Verwandten <strong>Andrew<\/strong> am elektronischen Schlagzeug erweitert &#8211; aus Cardiff?<br \/>\n<strong>Alison Statton<\/strong> ist entspannt und souver\u00e4n. Erz\u00e4hlt von der Namensfindung der Band und der Platte (stammen von einem aus der \u00f6rtlichen Bibliothek ausgeliehenem Skulpturenbuch), widmet ein St\u00fcck einem P\u00e4rchen, das sich beim letzten Auftritt vor sch\u00e4tzungsweise drei\u00dfig Jahren in Manchester kennenlernte und immer noch zusammen ist, und ihre Zwischenbemerkung, dass sie heutzutage auf der B\u00fchne nur noch Tee ohne Milch trinken w\u00fcrde, wurde von der freundlichen Crew des Dance Houses sofort aufgegriffen und in die Tat umgesetzt. <strong>Stuart Moxham<\/strong>, der sich f\u00fcr 99% der YMG-St\u00fcck verantwortlich zeichnet, wirkt nun wie ein zerstreuter Kunstlehrer und immer noch sehr sophisticated. <strong>Philip Moxham<\/strong>, hager und smart spielt den charakteristischen melodischen Bass und ein weiterer Verwandter, Andrew, bedient die elektronischen Drums, die urpspr\u00fcnglich nur von einer Bandmaschine kamen.<br \/>\nAn diesem Abend h\u00f6rt man keinen neuen Ton, werkgetreu bewegte man sich durch das schmale Ouevre und doch stellte sich die gleiche Faszination wie beim ersten H\u00f6ren nach dem Erscheinen des Debuts ein. Die kristallene, minimalistisch-karge Sch\u00f6nheit der Musik in der Kombination mit der wie unbeteiligt wirkenden Stimme <strong>Stattons<\/strong>, deren Meisterschaft, den amateurhaften Charme zu bewahren und doch perfektionistisch zu sein, sich auch an diesem Abend zeigte.<br \/>\nAuf dem Heimweg durch die regnerische Manchester Oktobernacht Richtung Victoria Station trudelnd, wo der letzte Zug nach Liverpool erreicht werden will, kann man sich, das architektonische Verm\u00e4chtnis der Industrtiellen Revolution links und rechts aufgereiht, die Post-Punk-Stimmung noch etwas l\u00e4nger bewahren.<\/p>\n<p>Michael Zinsmaier<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alte Meister &#8211; Konzerte im Sommer und Herbst Ch\u00e9dalia Tazart\u00e8s, Albert Marcoeur, Big Rain, MMM, Massacre, Young Marble Giants &nbsp; Ch\u00e9dalia Tazart\u00e8s an einem sonnigen, sp\u00e4ten Sommernachmittag im Garten des Museu do Chiado live zu erleben, hat etwas Bizzarres, erinnert aber an eine fr\u00fchere Begegnung \u00e4hnlicher Art. 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